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Konzept

Die Behandlung in der Sonnenberg Klinik erfolgt auf der Grundlage der psychodynamisch orientierten Psychotherapie. Dies bedeutet, dass als eine wichtige Ursache seelischer und vieler körperlicher Erkrankungen ungelöste Konflikte angesehen werden, die ihren Ursprung häufig in der seelischen Entwicklung eines Menschen haben.

Krankheitssymptome sind aus einer psychodynamischen Perspektive Ausdruck fehlgeschlagener oder unzureichender Lösungsversuche dieser Konflikte. Um neue und konstruktive Lösungen zu finden, bedarf es einerseits ihrer Bewusstwerdung und andererseits korrigierender emotionaler Erfahrungen. Verinnerlichte Beziehungskonflikte können in therapeutischen Beziehungen aktualisiert, erlebt, erkannt und schließlich angemessener bewältigt werden. Dieses einsichts- und erfahrungsorientierte Konzept wird im Sinne einer integrierten stationären Psychotherapie um bewältigungsorientierte Therapiebausteine, die sich an bewährten verhaltentherapeutischen Ansätzen orientieren, ergänzt. Bewältigungsorientierte Ansätze benötigt man vor allen Dingen in der Behandlung von Krankheits- oder Störungsbildern, bei denen sich die Symptomatik vom zugrunde liegenden Konflikt durch Lernprozesse gelöst und damit mehr oder weniger verselbstständigt hat. Dies ist häufig der Fall, weil Patienten gewissermaßen automatisch in eine bestimmte Symptomatik (sei es eine Essstörungsproblematik, eine Depression oder z.B. in eine Angstsymptomatik) hineinlernen. Im Fall von schweren Ängsten können sich z.B. das gelernte Vermeidungsverhalten und dessen Folgen schlussendlich schlimmer auswirken als etwa ursprünglich zugrunde liegende oder auslösende Konflikte. Ohne eine gezielte Bewältigung der Symptome bzw. das Erlernen von Strategien, wie mit Ängsten adäquater umgegangen werden kann und wie sich ein solches Vermeidungsverhalten korrigieren lässt, wäre die Therapie schwerer Angststörungen heute nicht mehr denkbar.

Die Behandlung in der Sonnenberg Klinik erfolgt integrativ, d.h. psychodynamische Psychotherapie, verhaltenstherapeutische Interventionen, Sozialtherapie, Spezialtherapie, psychosomatische Bezugspflege durch unseren Pflegedienst und somatische Medizin bilden ein Behandlungsnetzwerk. Die an der Behandlung einer Patientin oder eines Patienten beteiligten Mitarbeiter der verschiedenen Berufsgruppen kooperieren in einem Behandlungsteam, in dem die in den unterschiedlichen therapeutischen Beziehungen auftauchenden Aspekte der (vielfach unbewussten) Konflikte unserer Patienten zusammengeführt werden können. Dies ermöglicht auf Seiten der Patienten die Integration konflikthafter Impulse und abgespaltener Gefühle in die Persönlichkeit und eine Neuorientierung im Hinblick auf die eigene weitere Entwicklung bzw. auf wichtige soziale Beziehungen.